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Eine bereits in den 1980er Jahren durchgeführte Studie zeigte: Der Wechsel von Mainfischen in die Nidda wird durch die Wehre unterbunden, die Stauhaltungen erweisen sich als „Stillwasserbiotope“ mit den für diese Biotope typischen Folgen: Der Fischartenbestand in der Nidda ist deutlich geringer als der anderer, vergleichbarer Fließgewässer. Die Nidda-Wehre wirken wie Barrieren. Innerhalb der einzelnen Stauhaltungen ist jeder Flussabschnitt von den anderen isoliert, die Ufer haben eine monotone Gestalt. Das führte zu einem deutlichen Rückgang der Artenzahlen.

Bei der Beseitigung der Wanderungshindernisse gilt: alle oder keines.

Denn das von den Nidda-Anliegern beschlossene Konzept „Naturnahe Nidda“ lässt sich nur verwirklichen, wenn alle Wehre „fischfreundlich“ umgebaut werden. Bliebe auch nur eines so bestehen, hätte man sich mit dem Umbau aller anderen Wehre vergeblich abgemüht, da die Durchgängigkeit von der Mainmündung an hergestellt werden muss. Einen weiteren Aspekt hat der Wehrumbau: Die Strömung in einem naturfernen und begradigten Fluss ist bei Hochwasser stärker und gleichförmiger als in einem natürlichen Fluss. Nach dem Umbau können sich die Lebewesen in die entstehenden strömungsberuhigten Zonen wie Buchten, Altarme oder Nebengewässer zurückziehen. Es sind nun sowohl Bereiche mit rascher Strömung als auch Stillwasserbereiche vorhanden.

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