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Wo immer dies möglich ist, werden beim Umbau der Nidda Rückhalteräume (Retentionsräume) angelegt, in denen das Wasser bei starken Abflüssen zurückgehalten wird. Retentionsräume sind seitlich gelegene Flächen an Flüssen und Bächen, auf denen sich bei Hochwasser das Wasser ausbreiten und ansammeln kann. Der Hochwasserabfluss wird so verzögert, die Wasserstände flussabwärts steigen langsamer an – ein Beitrag zum Hochwasserschutz der Unterlieger, die Kölner wird’s freuen.

Zwei Beispiele: Am Höchster Wehr wurde der Nidda-Damm auf der linken Flussseite zurückverlegt, er führt nun in einem weiten Bogen um einen fast verlandeten Altarm der Nidda herum. Bei Hochwasser des Mains, dessen Wasser hier in die Nidda zurückstaut, und bei sehr starkem Hochwasser der Nidda wird die ausgedeichte Fläche überschwemmt. Es ist damit zu rechnen, dass dies alle zwei bis fünf Jahre einmal geschieht. So entstand ein zusätzlicher Retentionsraum von rund 16.500 Kubikmetern.

Etwas oberhalb des Höchster Wehres wurde auf der gegenüberliegenden Flussseite an der Mündung des Dottenfeldgrabens (auch Flutgraben genannt) eine Mulde ausgehoben, die gleichfalls bei Hochwasser vollläuft und so das Wasser zurückhält. Eine schöne Nebenerscheinung: Wegen der Überschwemmungen ähneln die Lebensbedingungen in den Rückhalteräumen denen der weitgehend vernichteten Nidda-Aue. Es siedelt sich dort eine auentypische Pflanzen- und Tierwelt an.

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